PrinzipSchock auf die R-Zacke synchronisiert — trifft er die vulnerable Phase der T-Welle, kann er Kammerflimmern auslösen. Synchronisation vor jedem Schock am Gerät prüfen (Marker auf den R-Zacken).
EinsatzJede instabile Tachyarrhythmie (Schock · Synkope · Ischämie · akute Herzinsuffizienz) und Arrhythmien direkt nach ROSC · stabile monomorphe VT bei struktureller Herzerkrankung
EnergieVorhofflimmern: gleich mit maximaler Energie starten — nach aktuellen Daten sinnvoller als ein eskalierendes Vorgehen (ERC 2025, geändert)
Vorhofflattern & pSVT: erster Schock 70–120 J, danach schrittweise steigern
VT mit Puls: erster Schock 120–150 J, danach schrittweise steigern
AblaufWachen Patienten vorher anästhesieren/sedieren — dabei die hämodynamische Verschlechterung durch die Narkose einkalkulieren. Bleibt der Patient nach den Schocks instabil: Amiodaron 300 mg i.v. über 10–20 min, dann erneut kardiovertieren, ggf. anschließend 900 mg / 24 h.
VorsichtNicht synchronisiert = Defibrillation → nur bei pulsloser VT/VF · Sedierung nur mit Atemweg- und Reanimationsbereitschaft · VHF-Dauer > 48 h: keine blinde Konversion, Antikoagulation und TEE bedenken