Strukturierte Erstbeurteilung beim Erstkontakt mit dem Patienten — Mnemoniken und Entscheidungswege für den Rettungsdienst.
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Das XABCDE-Schema folgt dem Prinzip: lebensbedrohliche Zustände werden in der Reihenfolge ihrer unmittelbaren Tödlichkeit abgearbeitet. Kein Schritt wird übersprungen — jede Abweichung wird sofort behandelt, bevor der nächste Schritt folgt.
Strukturierte Befragung zur Anamnese — zu erheben beim Patienten selbst, bei Angehörigen oder aus verfügbaren Unterlagen (Medikamentenliste, Notfallausweis, Arztbrief).
Vertiefte Schmerzerfassung — ergänzt SAMPLER bei Schmerzsymptomatik und hilft, die Ursache einzugrenzen (kardial, abdominal, muskuloskeletal …).
Die STU-Einschätzung erfolgt noch vor dem direkten Patientenkontakt — sie schützt Helfer und Patient und liefert erste diagnostische Hinweise aus der Umgebung.
pDMS wird peripher an allen vier Extremitäten erhoben — vor und nach jeder Immobilisations- oder Interventionsmaßnahme (Schiene, Tourniquet, Verbandstechnik). Dokumentation der Baseline ist entscheidend.
BE-FAST erweitert das bekannte FAST um zwei wichtige Frühzeichen (Balance, Eyes), die häufig beim posterioren Schlaganfall auftreten. Jedes positive Zeichen erhöht die Wahrscheinlichkeit eines Schlaganfalls — bei Verdacht sofort Stroke-Unit voranmelden.
Die Glasgow Coma Scale quantifiziert die Bewusstseinslage über drei Komponenten. Immer die Einzelwerte angeben (z. B. E3V4M5 = GCS 12), nicht nur die Summe. Werte antippen → die Summe wird berechnet.
Empfohlene Reihenfolge beim Erstkontakt mit einem unbekannten Patienten im Rettungsdienst: