Basismaßnahmen – Merkhilfe fürs Bett. Von oben nach unten.
WannBewusstlos, aber normale Atmung vorhanden (z. B. nach Synkope, Intoxikation, Krampf). Nicht bei fehlender/agonaler Atmung – dann HLW.
Bei Verdacht auf Wirbelsäulentrauma nur wenn nötig und möglichst achsengerecht. Länger als ~30 min → auf die andere Seite drehen (Druckstellen).
Patient kann noch sprechen, husten, atmen. Zum Weiterhusten ermutigen, nicht auf den Rücken schlagen. Husten erzeugt den höchsten Atemwegsdruck. Beobachten, bis gelöst oder Verschlechterung.
Kein Sprechen/Luftholen möglich, stiller Husten, Zyanose. Im Wechsel:
Wechsel 5 : 5 fortsetzen, bis der Fremdkörper gelöst ist oder der Patient bewusstlos wird.
Vorsichtig ablegen, Notruf (falls noch nicht erfolgt) und sofort mit Thoraxkompressionen beginnen. Vor jeder Beatmung in den Mund schauen und nur sichtbare Fremdkörper entfernen – kein blindes Auswischen.
Cave: Bei Schwangeren/adipösen Patienten statt Oberbauch- Brustkompressionen. Manipulation nur bei direkt sichtbarem Objekt. ICU/Klinik: beim beatmeten oder tief bewusstlosen Patienten Laryngoskopie + Magill-Zange (durch geschultes Personal), großlumiges Absaugen (Yankauer) – siehe Intubation.
RegelWer nicht in Beatmung geschult oder dazu nicht bereit ist, leistet ununterbrochene Thoraxkompressionen (100–120/min) ohne Pausen.
Mit BeatmungGeschulte Helfer und Fachpersonal beatmen im Verhältnis 30 : 2 – bei asphyktischem Arrest (Ersticken, Ertrinken, Kind) ist die Beatmung besonders wichtig.
Hilfsmittel wie Beatmungsbeutel/Taschenmaske und O₂ verwenden, sobald verfügbar. Im Haus steht Beatmungsequipment am Bett/Notfallwagen.
Feedback-Geräte oder Metronom nutzen, wenn vorhanden. Harte Unterlage (Bettbrett/Reanimationsbrett) verbessert die effektive Tiefe.
VorteilDer Patient ist meist monitorüberwacht: Arrest wird oft in Echtzeit erkannt (EKG, SpO₂, art. Kurve, etCO₂). Manueller Defibrillator/Monitor statt AED → früher Rhythmuscheck.
ÜbergangBLS ist die Brücke, bis Team und Ausrüstung da sind. Danach übernimmt der erweiterte Algorithmus: ALS · ICU, Medikamente über Notfallwagen, nach ROSC Temperaturkontrolle.
ILCOR/ERC bestätigen den compression-first-Ansatz: erst 30 Kompressionen, dann Beatmung – die erste Kompression erfolgt so früher.
Für jede reglose Person zuerst den Notruf absetzen – vor der Atemkontrolle. Leitstellengestützte Erkennung und Telefon-HLW werden gestärkt.
Alle – Laien und Fachkräfte – sollen zur AED-Nutzung ermutigt werden; öffentlich zugängliche AED mit Leitstellen-Anbindung werden gefördert.
Gelingt nach 2 Versuchen keine Beatmung → an Fremdkörper denken. Ungeschult → nur Kompressionen.
KIDS SAVE LIVES: HLW-Training ab dem Kindesalter, Ersthelfer-Systeme und AED-Register als Teil der Überlebenskette.
AHA 2025 ergänzend: Naloxon durch Laien bei vermutetem Opioid-bedingtem Arrest. Quellen → Referenzen · Basismaßnahmen.