Atemwegssicherung: Equipment, Ablauf & Team — mit Checkliste zum Aufklappen.
+ Tipp: Checkliste oben antippen → klappt animiert auf.
Strukturierte, sichere Atemwegssicherung lebt von Vorbereitung, klaren Rollen und Antizipation. Die folgenden Punkte sind eine pflegerisch-organisatorische Orientierung — medizinische Indikation, Medikamentenwahl und Vorgehen liegen beim ärztlichen Team, verbindlich ist der Hausstandard/SOP.
Schneller Überblick — was muss griffbereit sein. Dosierungen sind Orientierung nach Hausstandard; verbindlich bleibt die ärztliche Anordnung.
| Material | Hinweis |
|---|---|
| Spatel (Gr. 3, + long) | für C-MAC bzw. direkte Laryngoskopie |
| Tubus | 2 Größen: 7,5 + 8,5 (6,5er) |
| Führungsstab | in den Tubus einlegen |
| 10er Spritze | Cuff blocken |
| Tubusfixierung | Pflaster / Mullband bereit |
| C-MAC | Videolaryngoskop |
| Absaugung | geschlossen (zur Intubation) + frei (Speichel) |
| Bronchoskop (BSK) | z. B. bei Verlegung / schwierigem Atemweg |
| Magensonde | bereitlegen — Anlage nach Intubation |


Strukturierter Ablauf der Narkoseeinleitung — Schritt für Schritt:
Wann von Propofol abweichen? Propofol ist Standard-Hypnotikum beim kreislaufstabilen Patienten, wirkt aber vasodilatierend + negativ inotrop → Blutdruckabfall. Bei Kreislaufinstabilität, Hypovolämie, Schock, Sepsis oder Trauma wird kreislaufschonender eingeleitet: Esketamin als kreislaufstabiles Hypnotikum und/oder Fentanyl als Analgesie-Komponente, die die Sympathikusantwort dämpft und eine niedrigere Hypnotikum-Dosis erlaubt.
Relaxans-Alternative: Statt Rocuronium (1,2 mg/kg, mit Sugammadex antagonisierbar) kann zur RSI Succinylcholin gegeben werden — schnellster Wirkeintritt, kürzeste Wirkdauer, aber relevante Kontraindikationen.
Klare Rollenverteilung und Closed-Loop-Kommunikation verhindern Lücken und Doppelarbeit:
Probleme früh antizipieren und gegensteuern, bevor sie kritisch werden: